Jul 092010

Bei uns in der Nähe hat ein kleineres Kino (2Säle, wobei das zweite an eine Heimkinoanlage errinert) vor ca. 2Jahren wieder aufgemacht. Da sie sich neue Transformatoren gekauft haben.Das Kino war ca. 10Jahre geschlossen gewesen, weil ein großes Multikino aufgemacht hat. Ein Junger Kinoliebhaber hat das Kino gekauft und etwas aufgemöbelt. Am Anfang liefen nur solche alten Schinken. Bin 25 und wollte schon immer Casablanka im Kino schauen! *Wunsch erfüllt* Durch mein Alter habe ich nie die Alien-Saga im Kino gesehen…(alle vier Teile als Abendlicher Marathon Icon Smile in Casablanca - Filme wieder aktiv durch neue Tranformatoren und Preise?! *Wunsch erfüllt* Neuerdings hat er auch neue Filme im Programm, aber man merkt, dass die Filme dann echt über Wochen im Kino sein MÜSSEN und KEINE Sau mehr dahin geht. Ich würde JEDE Woche dahin gehen, wenn er jede Woche einen anderen Film (auch ältere) anbieten würde. Ich würde gerne die alten Filme auch mal auf einer Großen Leinwand sehen: Hannibal Indiana Jones StarTrek aber auch z.B. Serien Ich persönlich finde ja “Hör mal wer da hämmert” echt Geil! Wäre doch Super, wenn jeden Abend eine Woche Lang jeweil 5 oder 6Teile gezeigt werden würden. Wie wäre es mit Fussball oder anderen Veranstaltungen? Müssen es immer nur BLOCKBUSTER sein und dann zig Wochen im Kino gezeigt werden? Nur werden solche “Innovativen” Ideen immer direkt abgeschmettert, weil es nicht in das “alte” Bild passt. Meine Vorstellung wäre folgende: Als Preis sollte man natürlich nicht 7Euro pro Abend nehmen! Da die Leihgebühren doch an die 50% der Kinokarten betragen würde ich einen fairen Preis für einen alten Film von ca. 3Euro halten, denn wenn der Film nicht im Kino gezeigt wird verdienen die Verleiher doch eh keinen Cent daran, so könnten die doch wenigstens die 1 oder 2Euro verdienen und der Kinobetreiber freut sich weil er nicht Wochenlang ohne Besucher die neuen Filme zeigen muss!! Weitere Idee wäre auch folgendes: Wenn Serien gezeigt werden würde man alle zwei Folgen also jede Stunde eine kleine “Pisspause” einlegen die Leute könnten mal raus aus den Sitzen Pipi machen oder aber auch neues Futter kaufen!! Somit würden die Leute dann auch mehr konsumieren. Oder einfach sich in den 5 oder 10min mal das Kino anschauen und auf das Angebot der kommenden Woche aufmerksam werden. Als Angebot der kommenden Woche meine ich aber nicht Kino 1-7 Film 1-7, sondern z.B.: um 10Uhr morgens können Kinder einen Disneyfilm sehen, oder gegen 13Uhr gibt es eine Sportübertragung oder was weis ich sonst noch alles! Vielleicht eine Filmnacht mit allen Teilen der StarTrek-Serien;-) *Scherz beiseite* Denn im Moment ist es doch wie ein Viehtransport: Karte kaufen-> Fressen kaufen-> runter ins Kino-> Tür auf 200Leute rein-> warten-> Tür zu Film/Vorspann an-> alle verlassen fluchtartig das Kino ohne nur einen Blick auf die Wandflächen zu werfen! Ich hoffe Ihr versteht was ich sagen will! Es muss sich was an den Gedankengängen ändern, die die Verleiher haben! Besser wird es nicht mehr nur noch weniger Einnahmen werden kommen, und JEDES Unternhmen schaut sich an wie es die Kunden mit Innovationen oder änderungen der Produktstruktur wieder dazugewinnt! Ich gebe Pro Monat vielleicht ca. 20Euro fürs Kino aus, weil ich es liebe im Kino einen Film anzusehen! Habe aber zu Hause auch eine Cinema-Anlage mit Bemaer und 5.1Sound und für was benutze ich diese`??? : NUR FÜR DIE ALTEN FILME (>5Monate)! Am Anfang schrieb ich ja dass ich jede Woche ins Kino gehen würde… Wenn der Preis stimmt würde ich sogar öffters dahin gehen und dann auch mal Serien oder sogar eine Fette Dokureiehe mir reinziehen! Nennt mich Crasy, aber was gibt es schöneres als mit Freundin nach einem anstrengenden Tag sich *noch zu hause!* einen schönen Film auf einer Leinwand anzuschauen…

Jun 012010

Vielen Dank, Hal, für den Link auf das iranische Video. Klasse! Auch die Szene aus Rick’s Café – immer wieder gern gesehen. Hier noch eine Ergänzung, die mir dabei einfällt: Vor ein paar Jahren wurde im Kino Arsenal im Berliner Sony Center mal die erste deutsche Fassung von Casablanca (ich glaube, von 1954) gezeigt: HAARSTRÄUBEND!!! Die gesamte Geschichte hatte einen neuen Plot bekommen: Viktor Laszlo ist Wissenschaftler, der die Ergebnisse seiner Forschung vor den Deutschen retten möchte und daher von ihnen gesucht wird! Alle Szenen, in denen die Deutschen irgendwie nicht so richtig gut davonkommen (und das sind eine Menge), wurden bis zur Absurdität herausgeschnitten – wodurch der Film ca. 25 kürzer war als im Original. Und das alles, weil man meinte, den entnazifizierten” (West-) Deutschen das Original einfach in Übersetzung nicht zumuten zu können. Wie auch, wenn wichtige Leute der Staatsführung und erst recht des Mililtärs (dort fast alles) 1:1 aus der Nazi-Zeit übernommen worden waren: Da hätten ja ein paar hochrangige “Bundeswehr”-Vertreter sich auf den Schlips getreten fühlen können, oder wie? Was das mit dem wwww zu tun hat? Naja, vielleicht nicht viel… Aber wenn schon in einem Bundesland wie Hessen zum 60. Jahrestag ein milit. Zapfenstreich stattfinden soll, _obwohl_ in der Verfassung die anti-militaristische Haltung festgeschrieben steht (und sich bisher auch niemand getraut hat, das wieder rauszustreichen … insofern könnte man mal prüfen, ob Koch da nicht Verfassungsbruch begeht…) kann man sich vorstellen, dass die Wieder-Militarisierung der Bundesrepublik unter Adenauer (und gegen die Mehrheit der Bevölkerung und die u.a. deshalb schnellstens verbotene KPD – war auch von 50 Jahren, wenn ich mich nicht irre?) und die “Normalität” von Kriegen, an denen sich auch die Deutschen wieder beteiligen, um ihre Rohstoffversorgung zu sichern (s. neues Weißbuch) vielleicht auch zu dem geistgen Klima beitragen, in dem ein Jugendlicher auf die Idee kommen kann, dass das Lösen von Probleme durch frei verkäufliche Kühlschmierstoffe vielleicht ganz ok ist …?

Apr 132010

Nu muss ich mir aber mal Luft machen: Der Tod kommt aus dem Osten Zögernd stieß der Journalist Urs Rademacher die abgestoßene, graffitybeschmierte Kneipentür auf – und prallte angewidert zurück.
Eine stinkende Wolke aus dichtem Tabakqualm und beißendem Toilettenmief, vermischt mit dem ekelerregenden Geruch von frisch Erbrochenem, ungewaschenen Männerfüßen und abgestandenem Essensdunst waberte ihm entgegen. Urs würgte – eine Hafenspelunke wie aus einem drittklassigen Al Capone-Film – und das in Lübeck im Jahre 2002. An der Thekestanden muskelbepackte Hafenarbeiter, braungebrannte Seeleute und kettenrauchende Trucker schnackend und lachend beim sechsten oder achten Bierchen und vergaßen natürlich auch die dazugehörigen Körnchen nicht. Hinten in der Ecke lümmelten sich ein paar abgerissene Penner mit verdreckten Pudelmützen und verfilzten Bärten an den Stehtischen. Stundenlang nippten sie an einem Bier, um nicht hinausgejagt zu werden in den kalten, schneidenden Novemberwind. An einem altmodischen Flipper ballerte ein stiernackiger, glatzköpfiger Rocker in einer abgewetzten, schwarzen Lederkutte unermüdlich die glänzende Stahlkugel nach oben. Seine schweren Springerstiefel waren blitzblank gewienert, seine ausgebeulten Schlabberhosen im Bundeswehrlook wurden von breiten, schwarz-rot-gold gestreiften Hosenträgen festgehalten. Über seiner mächtigen Wampe spannte sich ein schwarzes T-Shirt, dessen Ärmel nur mühsam seinen aufgepumpten, tätowierten Oberarmen standhielten. Ein Koloss! Gemächlich schob sich Urs durch die herumstehenden Männer zur Theke. “Ein Bierchen, bitte!” Schweigend griff der Wirt in eine Kiste, hebelte den Kronkorken vom Holsten und schob die Flasche über den ramponierten, fleckigen Holztresen. “Einsfuffzich!” Die Männer neben Urs hatten ihre Unterhaltung unterbrochen und musterten Urs mit unverhohlener Ablehnung – so ein feiner Pinkel mit Aktenköfferchen, Schlips und langem Trenchcoat passte nicht in ihre Kneipe. “Hörma, Jungchen, der Ratskeller is aber woanners!” Ein bärtiger Trucker mit einer abgegriffenen MAN-Kappe grinste Urs breit an. “Haste dich nicht inner Gegend vertan?” “Nöö, warum? Eigentlich wollte ich hier nur ein Bier trinken!” “Aber so ein feiner Pinkel wie du schlabbert doch Schampus im Ratskeller und nicht Flaschbier bei uns!” Ein junger Mann mit Schnurrbart und schulterlangen, fettigen Haaren knurrte Urs drohend an. “Wir haben hier nämlich was gegen Schnösel! Ganz einfach, kapiert?” Schlagartig wurde es mucksmäuschenstill in der Kneipe – das roch nach Stunk und Randale, nach einer knackigen, geilen Feierabendschlägerei. “Erstens bin ich kein feiner Pinkel, sondern arbeite ganz normal für mein Geld! Zweitens leben wir in einem freien Land. Ich kann mein Bier trinken, wo ich will.” Urs gönnte sich einen tiefen Schluck, als der Koloss vom Flipper wutentbrannt losbrüllte: “Hör mal, du Schnulli, was sabbelst du da für einen Scheiß? Dies ist kein freies Land – noch nie gewesen. Und es wird auch nie ein freies Land werden. Alles ist verkauft oder verpachtet und gehört irgendjemandem. Meistens so feinen Pinkeln wie dir!” Langsam wurde es ungemütlich. Urs entschloß sich zu einem Rückzieher. “Hört mal her, Freunde! Ich bin Journalist und arbeite an…..” Abrupt brach Urs ab. Innerhalb von Sekunden, wie in einem amerikanischen Cartoon, verwandelte sich der Koloss in ein wildes, tobendes Monster. Die Zornesröte schoß in sein Gesicht, die Adern an seinen Schläfen schwollen vor Wut an, kleine, blaue Würmchen, die sich rasend schnell auch auf seinem kahlen Schädel ausbreiteten. Zornbebend brüllte er los: “Wie hast du uns genannt? Freunde? Du Flachpfeife! Unsere Freunde suchen wir uns immer noch selbst. Und ein Schlipsfuzzi wird bestimmt nicht unser Freund – also verzieh´ dich – aber zack, zack! Du Pappnase!” Totenstille! Nur aus der Ecke mit den Pennern war ein dumpfer, grollender Rülpser zu hören. Auch der Trucker schaute Urs feindselig an. “Du bist Journalist? Was willst du denn von uns?” Bei jedem Zischlaut versprühte er einen Schwall feinster Spuckebläschen. Verstohlen wischte sich Urs mit dem Handrücken über das Gesicht. “Ich schreibe an einer Reportage über ehemalige Arbeitslose aus dem Osten, die jetzt im Westen einen Job gefunden haben.” Urs gewann wieder etwas an Selbstsicherheit. “Ich habe den Tipp bekommen, mich mal hier am Hafen umzuhören.” “Wat denn, du schreibst über das Gesockse aus der Zone?” Empört rollte der Trucker mit den Augen, vor Aufregung quollen kleine weiße Spuckeflöckchen aus seinen Mundwinkeln. “Über diese Schnorrer, die uns hier die Arbeitsplätze klauen? Mach dich hier nicht unbeliebt, sonst gibt´s auf die Fresse. Aber satt und reichlich!” Der Wirt riss Urs die halbleere Bierflasche aus der Hand. “Ossis kriegen hier nix! Einsfuffzich, und dann raus hier! Aber ein bißchen plötzlich!” Der Typ mit den fettigen Haaren reckte seine Nase in die Luft, schnupperte lautstark mit bebenden Nasenflügeln und krähte dann fröhlich: “Ich rieche Ossi-Fleisch! Schlachtreif!” Die ganze Kneipe brach in johlendes Gelächter aus. Einer der Penner hinter aus der Ecke drängte sich nach vorne! Seine Kleidung starrte vor Dreck, sein Bart war verfilzt und die selbstgedrehte Zigarette zwischen seinen nikotingelben Fingern war gerade noch zwei Zentimeter lang – lang genug für einen letzten, gierigen Zug. Doch ein goldener Schneidezahn und eine randlose Brille zeugten von besseren Zeiten, von einem Leben vor der Obdachlosigkeit. “Jungchen, die Ossis, das sind alles Erpresser! Erinnerst du dich noch? 1989? Heerscharen von Ossis zogen durch die Städte der DDR und grölten Sprüche wie “Kommt die DM nicht zu uns, kommen wir zur DM!” Ich sehe sie immer noch vor mir – diese hohlen, dümmlichen Gesichter mit ihren schiefen Zähnen, den wuscheligen Rübezahlbärten und der roten Nase vom Saufen, bananengeil und geldgeil. Die haben uns gnadenlos abgezockt und die Wiedervereinigung erpresst – und wir sind die Leidtragenden!” “Jau, genau, und wir kleinen Wessis müssen für die noch den Soli abdrücken!” “Nur Politiker und Versicherungsvertreter haben sich an der Zone eine goldene Nase verdient!” “Und die Beamten mit ihrer Buschzulage!” “Wir brauchen die Enteinigung – aber ganz schnell!” Die Jungs tauten langsam auf – von der anfänglichen Feindseligkeit war nichts mehr zu spüren. Sie hatten sich auf einen neuen Sündenbock eingeschossen. “Scheissossis – die müssten Prügel kriegen, bis sielachen! Und dann gibt´s Prügel, weil sie lachen!” Wieder brach die ganze Kneipe in schallendes Gelächter aus. Der Koloss setzte sich neben Urs an den Tresen. “Alwin, mach noch mal zwei Bierchen klar!” Der Wirt griff wieder in die Kiste und plöppte die Kronkorken von den Flaschen. “Paß mal auf – ich erkläre dir das mal!” Der Koloss nahm einen strammen Zug aus der Buddel, wischte sich mit dem Handrücken den Mund ab und legte los. “Die Jungs hier sind alle ossigeschädigt! Schau dir mal Bernie an.” Der Koloss zeigte mit der Bierflasche auf einen viel zu früh ergrauten Enddreissiger. “Bernie war Polier auf dem Bau. Doch dann kamen die Ostfirmen, haben in Wessiland mit dumping-Löhnen Aufträge abgegriffen und Bernies Chef in die Pleite getrieben! Bernie nuckelte verlegen an seiner Bierflasche. Urs kritzelte eifrig Notizen in seinen Block. “Oder Kuddel – das ist der mit dem lichten Haar dort drüben!” Der Koloss lachte kurz und scheppernd. “Kuddel war Verkäufer im Baumarkt. Nach zwanzig Jahren in diesem Job gehörte er schon zu den Spitzenverdienern seiner Zunft. Dabei verdienen Verkäufer erbärmlich. Seinem Chef jedenfalls war Kuddel zu teuer. Also gab´s einen kräftigen Tritt in den Arsch und jetzt verhökert ein zwanzigjähriger Ossi ohne jede Fachkenntnis die Bohrmaschinen. So wie Bernie und Kuddel sind in den letzten Jahren Tausende von Bauarbeitern, Verkäufern, Lageristen, Kellnern und LKW-Fahrern in die Arbeitslosigkeit entsorgt und durch billigere Ossis ersetzt worden. Sie sind alle Opfer dieser Scheiß-Wiedervereinigung – beruflich erledigt, finanziell erledigt, gesellschaftlich erledigt! Menschlicher Müll mit der Gosse als einzige Zukunftsperspektive.” Wieder war es totenstill in der Kneipe. Zusammengesunken, mit hängenden Schultern hockte der Koloss jetzt am Tresen. Fahrig, mit zitternden Händen pulte er das knisternde Cellophanpapier von einem Zigarettenpäckchen. Aus dem tobenden Kraftprotz war ein mickriges Häufchen Elend geworden, weich und grau, zweieinhalb Zentner totes, saftloses Fleisch. Mit gepresster Stimme, fast flüsternd fuhr er fort: “Die Ossis sind unser Tod. Den kalten Krieg hat der Osten verloren – doch den Kampf um die Arbeitsplätze verlieren wir kleinen Wessis. Unser Tod kommt aus dem Osten!” Beifälliges Nicken und Murmeln überall! Fassungslos schaute Urs in die Runde. Waren all diese feindseligen Nadelspitzen gegen die Ossiswirklich ernst gemeint? Konnte es solch abgrundtiefen Hass 12 Jahre nach der Wiedervereinigung wirklich noch geben? Urs wollte protestieren – doch der Blick in diese verzweifelten, hoffnungslosen Gesichter schnürte ihm die Kehle zu! Political correctness? Das war etwas für sorgenfreie Gutmenschen mit dicken Gehaltszetteln und ossisicheren Jobs. “Die Ossis sind unser Tod!” Nachdenklich kaute Urs an seinem Kugelschreiber. Geschockt erkannte er plötzlich die sozialpolitische Brisanz dieses Satzes – und schon nahm der Journalist in ihm Witterung auf. Den ganzen Abend sprach er mit Bernie und Kuddel, interviewte den Fernfahrer und die Penner, schmiß eine Lokalrunde nach der anderen, fotografierte und füllte Seite um Seite in seinem Notizblock!

Dec 072009

Hexen werden verfolgt und getötet, aber was machen diese, wenn sie in der Wildnis übernachten und verstecken müssen, weil sie gejagt und verfolgt werden?
Ganz einfach, sie besorgen sich ein unauffälliges, aber gutes Zelt (Es müsste auch ein winterfestes Zelt sein!). Am besten von doorout oder xtent-adventure!
Aber warum werden Hexen(Rothaarige Frauen) eigentlich verfolgt? Wegen einem Aberglauben?

Religion hätte eine Funktion als Verhinderer von Aberglauben? Selbst
wenn, wäre sie aber doch kein “besserer” Ersatz, weder in der
Qualität ihrer Lehren noch in den Folgen praktizierten Glaubens.
Religion steht außerdem nicht wirklich im Gegensatz zum Aberglauben,
im Gegenteil, beide vermögen sich gegenseitig zu verstärken. Die
bürgerlich verbreitete und akzeptierte Dogmatik der großen Religionen
führt schon allein mit Hilfe des Prinzips “Glauben” zu einer
Entwöhnung vom natürlichen Instinkt, Dingen und Zusammenhängen eine
natürliche Ursache zu unterstellen und im Zweifel nach ursächlichen
Erklärungen zu suchen, und damit zu einer umso größeren Akzeptanz
anderer vernunftwidriger Welterklärungsmodelle, was Aberglauben
umfaßt, was aber auch den Glauben an das politische, vermeintlich
demokratische System beinhaltet, dessen Weisheit trotz des immer
größeren Vertrauensverlusts seine jeweiligen Protagonisten betreffend
von weiten Teilen der Bevölkerung in keinster Weise angezweifelt
wird. Nur zur Vernunft steht Religion im Gegensatz, und nur Vernunft
könnte einen Ausweg aus den Irrlehren von Religion, Aberglaube und
Politik finden helfen.
 in Hexenjagd in Casablanca

Nov 172009

Für mich gibt es noch mehr als Lebenshaltungskosten, Lebensqualität.
“Aus 45 Kennziffern errechneten die Tester, dass die Kombination aus
Job, Karriere und Lebensqualität in Hamburg am besten ist.
Patentrezept für das “Hoch im Norden” ist eine gelungene Mischung aus
Geschäft und Vergnügen. Mit interessanten Jobs bei jungen Start-ups
oder Traditionsunternehmen und einem üppigen Freizeitangebot, das vom
Shoppen in überdachten Einkaufsmeilen bis zum Segeln auf der Nordsee
reicht, hängt Hamburg Konkurrenten wie Köln und München ab.
“Hanseatische Kaufmannstradition verbindet die Elbe-Stadt erfolgreich
mit High-Tech-Industrie”, urteilt “Focus”, und weiter: “Das üppige
Nachtleben und die Nähe zur Nordsee trösten sogar über das
Schmuddelwetter hinweg.” In punkto Wirtschaftskraft landete Hamburg
im Städtevergleich auf Rang sieben, in punkto Zukunftspotenzial auf
Rang vier.”
http://www.verlagsmarketing.de/liegenschaft/la101/14.html
Oder schau dir die Studien von Mercer HR an.
Interessiert mich nicht, was irgendwelche Argenturen fuer relevant
halten und was nicht. Hohe Mieten, fast unerreichbares Wohneigentum
oder ewig lange Arbeitswege sind fuer die viele ein K.O.-Kriterium,
wenn es um die Standortwahl hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft
geht. Und ja, qualifizierte Fachkraefte koennen sich das durchaus
aussuchen.
Dresden? Keine Ahnung, für mich nicht besonders hoch einzuschätzen
(nach eigenen Eindrücken).
Ebenfalls uninteressant. Fuer AMD und viele andere Firmen plus deren
Mitarbeiter war und ist es jedenfalls hoch genug einzuschaetzen.
Ich bin in Westdeutschland aufgewachsen und habe über sechs Jahre in
Brandenburg gewohnt. Ich kenne Ost- und Westdeutschland.
Nein, Du kennst nur Deinen Wohnort in Westdeutschland und ein wenig
Brandenburg. Darauf auf (komplett) Ost- und Westdeutschland
schliessen zu wollen, ist nur peinlich.
MIchael.